Der Kunde
Ein etabliertes IT-Systemhaus und Managed Service Provider mit rund 20 Mitarbeitenden. Der Betreuungsschwerpunkt liegt auf Steuerberatungskanzleien: mehr als 170 Mandanten mit jeweils eigener Firewall-Instanz, viele davon mit mehreren Niederlassungen.
Ausgangslage
Historisch gewachsen war bei den Kanzleien eine heterogene Landschaft aus Open-Source-Firewalls entstanden. Jede Instanz brachte ihre eigene Verwaltungsoberfläche mit und musste einzeln aufgerufen, geprüft und aktualisiert werden. Regelwerksanpassungen, Updates und Backups liefen weitgehend manuell.
Mit jeder weiteren betreuten Umgebung wuchs der administrative Aufwand linear mit. Das ist der Punkt, an dem ein Managed Service an eine Grenze stößt. Jeder neue Mandant kostet dieselbe Arbeitszeit wie der vorige, ohne dass der Betrieb dabei effizienter wird.
Das wog besonders schwer, weil Steuerberatungskanzleien als Berufsgeheimnisträger arbeiten und ihre Systeme dauerhaft und zuverlässig an die DATEV-Umgebung angebunden sein müssen. Ein einheitlicher Konfigurations- und Sicherheitsstandard über alle Mandanten hinweg ließ sich bei dieser Streuung kaum noch belastbar nachweisen.
Die Anforderung
Gesucht war eine zentrale, mandantenfähige Managementplattform, die den Bestand effizient verwaltbar macht und gleichzeitig den geordneten Übergang auf eine einheitliche Firewall-Architektur erlaubt. Kernkriterien: Mandantentrennung, Multi-Site-Fähigkeit je Kanzlei, standardisierte Abläufe für Updates, Konfigurationen und Backups sowie ein wiederholbarer, sauber dokumentierter Aufbau der DATEV-Anbindung.
Die Lösung
Mit AIM – Advanced Infrastructure Management wurde eine zentrale Managementebene über alle Kundenumgebungen gelegt. Die Administratoren arbeiten heute aus einer Oberfläche heraus:
- Kanzleien und Standorte mandantengetrennt verwalten
- Updates zentral vorbereiten und kontrolliert ausrollen
- Konfigurationen automatisiert sichern und wiederherstellen
- Firewall-Regelwerke standardisiert verteilen, inklusive der Regelsätze für die DATEV-Anbindung
- Migrationen zentral planen und begleiten
Entscheidend ist die Mandantenfähigkeit. Jede Kanzlei bleibt in der Plattform sauber von den anderen getrennt, auch wenn sie mehrere Standorte hat. Der Provider sieht trotzdem den gesamten Bestand an einer Stelle. Damit wird die DATEV-Anbindung von einem Einzelbau je Mandant zu einem Regelsatz, der einmal gepflegt und wiederholt ausgerollt wird.
Die Einführung der Plattform war nach zwei Wochen abgeschlossen. Der anschließende Umstieg auf AIMdefense erfolgt ohne festes Migrationsfenster. Die Bestandsinstallationen werden nach und nach abgelöst, jede Kanzlei zu einem für sie passenden Zeitpunkt. Die Betriebsunterbrechung liegt dabei bei rund zehn Minuten. Die Systeme werden passend zur jeweiligen Kanzleigröße und Standortstruktur konfiguriert und Assembled in Germany bereitgestellt.
Das Ergebnis
Der Zeitaufwand für Administration, Updates und Konfigurationspflege sank um rund 80 Prozent. Das Ticketaufkommen im Firewall-Management ging um etwa 65 Prozent zurück. Einzelanmeldungen an verteilten Oberflächen entfallen weitgehend, Konfigurationsstände werden automatisiert gesichert.
Für den Managed-Service-Betrieb heißt das: das Angebot skaliert mit der Kundenzahl, ohne dass der Administrationsaufwand im gleichen Maß mitwächst. Neue Kanzleien lassen sich nach einem einheitlichen Muster aufsetzen, statt jede Umgebung individuell zu bauen. Wartung und Pflege der Plattform laufen begleitend weiter.
„Früher mussten unsere Administratoren jede Firewall einzeln aufrufen und pflegen. Mit AIM verwalten wir heute mehr als 170 Kanzleiumgebungen zentral. Updates, Regelwerke, Backups und Migrationen lassen sich deutlich strukturierter durchführen.“
— Partnermanager des Systemhauses
Kurzfakten
| Branche | IT-Systemhaus / Managed Service Provider |
|---|---|
| Endkunden | Steuerberatungskanzleien, über 170 Umgebungen |
| AIM-Produkte | AIM, AIMdefense |
| Architektur | Multi-Mandanten- und Multi-Site-Management |
| Schwerpunkt | Sichere DATEV-Anbindung, zentrale Firewall-Verwaltung |
| Ausgangssysteme | verschiedene Open-Source-Firewalls |
| Projektlaufzeit | 2 Wochen |
| Zeitersparnis Administration | rund 80 % |
| Rückgang Ticketaufkommen | rund 65 % |
| Migrationsfenster | fortlaufend, im laufenden Betrieb |
| Downtime | rund 10 Minuten |
| Anschluss-Services | Wartung und Pflege |
Mehr zu AIM
Welche Module hinter Mandantenverwaltung, Konfigurationssicherung und Firewall-Management stehen, finden Sie auf der Seite Module.