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Eine Stelle, an der steht, welche Fernzugänge es überhaupt gibt

Warum die Frage nach externen Zugriffen auf die Produktion in vielen Betrieben unbeantwortet bleibt und wie AIM aus verstreuten Herstellerzugängen eine geführte Übersicht macht.

Die typische Ausgangslage

Moderne Produktionsanlagen kommen mit Fernwartung. Der Hersteller schaltet sich auf, liest Fehlerspeicher aus, spielt Updates ein und unterstützt bei der Störungsbehebung. Ohne diese Möglichkeit dauern Reparaturen deutlich länger, oft steht ein Anfahrtstag zwischen Störung und Lösung.

In der Praxis ist der Zugang meist so entstanden, wie es bei der Inbetriebnahme am schnellsten ging. Ein Router neben der Anlage mit eigener Mobilfunk- oder DSL-Leitung, ein vom Hersteller mitgebrachtes Fernwartungsgerät, oder eine dauerhaft eingerichtete VPN-Verbindung mit weitreichenden Rechten. Jeder dieser Zugänge wurde einzeln eingerichtet, meist von unterschiedlichen Personen und über mehrere Investitionsjahre verteilt.

Warum das ein Problem ist

Jede dieser Varianten hat denselben Kern. Es existiert ein Weg von außen in die Fertigung, den der Betrieb nicht vollständig kontrolliert.

Beim herstellereigenen Router entsteht eine zweite Internetanbindung, die an der Firewall des Unternehmens vorbeiführt. Der Betrieb weiß nicht, wer sich wann aufschaltet, und sieht im Zweifel nicht einmal, dass die Leitung existiert. Bei dauerhaften VPN-Zugängen ist die Verbindung permanent verfügbar, auch dann, wenn monatelang kein Servicefall vorliegt. Zugangsdaten werden im Serviceteam des Herstellers geteilt und überdauern Mitarbeiterwechsel.

Der Kern des Problems ist aber ein anderer, und er zeigt sich sofort, wenn ein Auditor, ein Kunde oder ein Versicherer die einfachste aller Fragen stellt: Welche externen Zugriffe auf Ihre Produktion bestehen? In vielen Betrieben gibt es auf diese Frage keine Liste, sondern nur Zuständige, die sich erinnern. Was nicht dokumentiert ist, lässt sich weder abschalten noch verteidigen.

Hinzu kommt der regulatorische Druck. NIS2 adressiert die Sicherheit in der Lieferkette ausdrücklich, und Kunden geben entsprechende Anforderungen an ihre Zulieferer weiter.

Der Lösungsansatz

Technisch wird der Fernzugang über AIMdefense geführt. Der Weg läuft dann über die zentrale Firewall des Unternehmens, er wird für den Servicefall geöffnet und danach wieder geschlossen.

Der eigentliche Gewinn liegt aber eine Ebene darüber. Über AIM – Advanced Infrastructure Management bleiben die eingerichteten Zugänge zentral sichtbar:

  • Eine geführte Übersicht aller Fernzugänge. Welcher Anlagenlieferant erreicht welches System, über welchen Weg und seit wann. Gerade in Betrieben mit vielen Anlagenlieferanten ist das der Punkt, an dem sich die Lage überhaupt erst beurteilen lässt.
  • Bestandserkennung als Grundlage. Erst der erfasste Gerätebestand zeigt, welche Systeme hinter einem Zugang tatsächlich erreichbar sind. Häufig sind es mehr, als bei der Einrichtung gedacht war.
  • Bewertung durch das VAS-Modul auf genau diesen Systemen, bei Produktionstechnik mit der gebotenen Zurückhaltung, da aktive Prüfungen empfindliche Steuerungen stören können.
  • Zentrale Konfigurationssicherung. Die Regelwerke, die einen Zugang begrenzen, sind selbst Konfiguration. Sie werden automatisiert gesichert, Änderungen daran sind nachvollziehbar.
  • Integriertes Wiki und Wartungskalender. Serviceverträge, Ansprechpartner beim Hersteller und Fristen liegen an denselben Systemen wie der Zugang selbst.

Damit wird aus einer Sammlung einzelner Verbindungen ein geführter Bestand.

Der Weg dorthin

Der erste Schritt ist eine Bestandsaufnahme, und sie fördert regelmäßig Zugänge zutage, von denen im Unternehmen niemand mehr wusste. Anlagen aus früheren Investitionen, Leitungen, die bei der Inbetriebnahme mitgeliefert wurden, Zugangsdaten längst ausgeschiedener Techniker.

Danach folgt das Gespräch mit den Anlagenlieferanten. Manche Serviceverträge setzen bestimmte Zugangsarten voraus. Das ist verhandelbar, muss aber geklärt werden, bevor ein bestehender Weg abgeschaltet wird. Erfahrungsgemäß lassen sich die meisten Hersteller auf einen kontrollierten Zugang ein, denn für sie ändert sich vor allem, dass sie sich anmelden statt jederzeit durchzuwählen.

Erst dann wird umgestellt, Anlage für Anlage. Ein Stillstand ist dafür nicht erforderlich. Der neue Weg wird eingerichtet, geprüft und in AIM dokumentiert, bevor der alte entfällt. Der entscheidende Unterschied zur einmaligen Aufräumaktion liegt darin, was danach passiert: Der Bestand bleibt geführt, statt nach sechs Monaten wieder veraltet zu sein.

Was sich danach ändert

Fernwartung funktioniert weiter, mit derselben Reaktionszeit und oft sogar schneller, weil der Weg definiert ist statt improvisiert. Was entfällt, sind die unbekannten Türen.

Für den Betrieb heißt das vor allem Auskunftsfähigkeit. Wer fragt, welche externen Zugriffe auf die Produktion bestehen, bekommt eine Antwort aus einer gepflegten Quelle. Gegenüber Auditoren, Kunden und Versicherern ist das der Unterschied zwischen einem Nachweis und einer Vermutung. Eine Konformität garantiert das nicht, es unterstützt aber beim Nachweis, dass die Zugänge bekannt, begrenzt und dokumentiert sind.

Auf einen Blick

EinsatzfeldFertigung mit fernwartbaren Anlagen
Ausgangsproblemunbekannte Herstellerzugänge, keine belastbare Übersicht
AIM-ProdukteAIM inkl. VAS-Modul, AIMdefense
Rolle von AIMzentrale Übersicht aller Fernzugänge, Bestand, Bewertung, Dokumentation
VorgehenBestandsaufnahme, Abstimmung mit den Lieferanten, Umstellung Anlage für Anlage
BezugLieferkettensicherheit im Sinne von NIS2

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Welche Nachweise sich aus geführtem Bestand, gesicherten Konfigurationen und laufender Bewertung ergeben, finden Sie auf der Seite Compliance.

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