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Eine Stelle, an der steht, welche Fernzugänge es überhaupt gibt

Warum die Frage nach externen Zugriffen auf die Produktion in vielen Betrieben unbeantwortet bleibt und wie AIM aus verstreuten Herstellerzugängen eine geführte Übersicht macht.

Die typische Ausgangslage

Moderne Produktionsanlagen kommen mit Fernwartung. Der Hersteller schaltet sich auf, liest Fehlerspeicher aus, spielt Updates ein und unterstützt bei der Störungsbehebung. Ohne diese Möglichkeit dauern Reparaturen deutlich länger. Oft liegt ein Anfahrtstag zwischen Störung und Lösung.

In der Praxis ist der Zugang meist so entstanden, wie es bei der Inbetriebnahme am schnellsten ging. Typisch sind drei Varianten: ein Router mit eigener Mobilfunk- oder DSL-Leitung neben der Anlage, ein Fernwartungsgerät des Herstellers oder eine dauerhaft eingerichtete VPN-Verbindung mit weitreichenden Rechten. Jeder dieser Zugänge wurde einzeln eingerichtet. Meist waren es unterschiedliche Personen, verteilt über mehrere Investitionsjahre.

Warum das ein Problem ist

Jede dieser Varianten hat denselben Kern. Es existiert ein Weg von außen in die Fertigung, den der Betrieb nicht vollständig kontrolliert.

Beim herstellereigenen Router entsteht eine zweite Internetanbindung, die an der Firewall des Unternehmens vorbeiführt. Der Betrieb weiß nicht, wer sich wann aufschaltet, und sieht im Zweifel nicht einmal, dass die Leitung existiert. Bei dauerhaften VPN-Zugängen ist die Verbindung permanent verfügbar, auch dann, wenn monatelang kein Servicefall vorliegt. Zugangsdaten werden im Serviceteam des Herstellers geteilt und überdauern Mitarbeiterwechsel.

Das eigentliche Problem zeigt sich bei einer einfachen Frage von Auditor, Kunde oder Versicherer: Welche externen Zugriffe auf Ihre Produktion bestehen? In vielen Betrieben gibt es dafür keine Liste. Es gibt nur Zuständige, die sich erinnern. Was nicht dokumentiert ist, lässt sich weder abschalten noch verteidigen.

Hinzu kommt der regulatorische Druck. NIS2 adressiert die Sicherheit in der Lieferkette ausdrücklich, und Kunden geben entsprechende Anforderungen an ihre Zulieferer weiter.

Der Lösungsansatz

Technisch wird der Fernzugang über AIMdefense geführt. Der Weg läuft dann über die zentrale Firewall des Unternehmens. Er wird für den Servicefall geöffnet und danach wieder geschlossen.

Wichtiger ist die Ebene darüber. Über AIM (Advanced Infrastructure Management) bleiben die eingerichteten Zugänge zentral sichtbar:

  • Eine geführte Übersicht aller Fernzugänge. Sie zeigt, welcher Anlagenlieferant welches System erreicht, über welchen Weg und seit wann. Erst damit lässt sich die Lage in Betrieben mit vielen Anlagenlieferanten beurteilen.
  • Bestandserkennung als Grundlage. Erst der erfasste Gerätebestand zeigt, welche Systeme hinter einem Zugang tatsächlich erreichbar sind. Häufig sind es mehr, als bei der Einrichtung gedacht war.
  • Bewertung durch das VAS-Modul auf diesen Systemen. Bei Produktionstechnik geschieht das mit der gebotenen Zurückhaltung, da aktive Prüfungen empfindliche Steuerungen stören können.
  • Zentrale Konfigurationssicherung. Die Regelwerke, die einen Zugang begrenzen, sind selbst Konfiguration. Sie werden automatisiert gesichert, Änderungen daran sind nachvollziehbar.
  • Integriertes Wiki und Wartungskalender. Serviceverträge, Ansprechpartner beim Hersteller und Fristen liegen an denselben Systemen wie der Zugang selbst.

Damit wird aus einer Sammlung einzelner Verbindungen ein geführter Bestand.

Der Weg dorthin

Der erste Schritt ist eine Bestandsaufnahme. Sie fördert regelmäßig Zugänge zutage, von denen im Unternehmen niemand mehr wusste. Das betrifft Anlagen aus früheren Investitionen, Leitungen aus der Inbetriebnahme und Zugangsdaten längst ausgeschiedener Techniker.

Danach folgt das Gespräch mit den Anlagenlieferanten. Manche Serviceverträge setzen bestimmte Zugangsarten voraus. Das ist verhandelbar, muss aber geklärt werden, bevor ein bestehender Weg abgeschaltet wird. Erfahrungsgemäß lassen sich die meisten Hersteller auf einen kontrollierten Zugang ein. Für sie ändert sich vor allem, dass sie sich vor jedem Zugriff anmelden.

Erst dann wird umgestellt, Anlage für Anlage. Ein Stillstand ist dafür nicht erforderlich. Der neue Weg wird eingerichtet, geprüft und in AIM dokumentiert, bevor der alte entfällt. Anders als nach einer einmaligen Aufräumaktion bleibt der Bestand danach geführt. Er veraltet nicht nach sechs Monaten wieder.

Was sich danach ändert

Die Fernwartung funktioniert weiter, mit derselben Reaktionszeit und oft sogar schneller. Der Weg ist fest definiert. Unbekannte Zugänge gibt es nicht mehr.

Der Betrieb kann damit Auskunft geben. Wer fragt, welche externen Zugriffe auf die Produktion bestehen, bekommt eine Antwort aus einer gepflegten Quelle. Gegenüber Auditoren, Kunden und Versicherern dient das als Nachweis. Eine Konformität garantiert das nicht. Es unterstützt aber beim Nachweis, dass die Zugänge dokumentiert und begrenzt sind.

Auf einen Blick

EinsatzfeldFertigung mit fernwartbaren Anlagen
Ausgangsproblemunbekannte Herstellerzugänge, keine belastbare Übersicht
AIM-ProdukteAIM inkl. VAS-Modul, AIMdefense
Rolle von AIMzentrale Übersicht aller Fernzugänge, Bestand, Bewertung, Dokumentation
VorgehenBestandsaufnahme, Abstimmung mit den Lieferanten, Umstellung Anlage für Anlage
BezugLieferkettensicherheit im Sinne von NIS2

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Welche Nachweise sich aus geführtem Bestand, gesicherten Konfigurationen und laufender Bewertung ergeben, finden Sie auf der Seite Compliance.

Wie eine vollständige Bestandsführung in einer gewachsenen Multi-Vendor-Umgebung entsteht, zeigt die Referenz Klinikverbund mit über 20 Häusern.